01evil

(habe den Künstler leider vergessen)
“Wenn es ein Phänomen wie das absolute Böse überhaupt gibt, dann besteht es darin, einen Menschen wie ein Ding zu behandeln“
(Der Schockwellenreiter)
CCC-Sprecher Frank Rieger hat für die FAZ einen kurzweiligen Artikel über die Digitalisierung des Menschen geschrieben, der auf genau diesem Zitat eines Sci-fi-Klassikers der 70er aufbaut.
Die von ihm beschriebene Gefahr, durch stetes Sammeln aus Individuen reine digitale Profile und passende Muster-Schubladen für optimierte “Abläufe” in allen Bereichen unseres Lebens zu machen, ist natürlich eine Verlockung, der der Kapitalismus längst verfallen ist.
Um dem entgegen zu wirken, wird gerne vorgeschlagen, möglichst wenig und am besten falsche Daten preiszugeben. Es ist sicher eine Illusion, das auf Dauer beibehalten zu können.
Die Frage ist, ob es nicht realistischer wäre, Metadaten so zu potenzieren, dass digitale Identität so individuell ist, dass eine Mustererkennung vielleicht schneller, aber nicht wirklich hilfreicher ist.
Wenn man allerdings davon ausgeht, dass wir und unser gesamtes Universum tatsächlich nur aus Nullen und Einsen besteht, ist das “absolute Böse” ohnehin längst Sieger. Welcher geniale Wissenschaftler/Entwickler ist so idealistisch, emotional und verrückt irrational genug, daran zu arbeiten?



