Order beim KI-Universe
Eigentlich müsste das ganze Semantik-Feld eine riesige Goldgrube sein. Aber es scheint, als wäre selbst Google nicht in der Lage, dort wirklich Fortschritte zu machen.

Die meisten Menschen kommunizieren nicht, um zu einem informativen Ziel zu gelangen, sondern rein um des Vorgangs der Kommunikation willen.
Anders sieht das aus, wenn man eine ganz konkrete Info haben will. Was in der Regel so ist, wenn man eine Suchmaschine benutzt.
Weil der Mensch aber so ungeübt ist, klare Infos zu formulieren, finden auch die leider-noch-nicht-intelligenten Suchmaschinen – und damit letztlich auch der Suchende - haufenweise Unkonkretes. Blöderweise lieben Searchbots sogar viele, viele Worte. Was das Problem noch verschärft.
Ich habe vor ein paar Tagen die Formel zur Berechnung eines Kreisdurchmessers gesucht, um das richtige Kaminrohr zu kaufen. Banal. Aber wie mir die Suchergebnisse zeigten, habe ich nicht als Einzige die lange zurückliegenden Mathe-Stunden verdrängt.
Ausgeworfen wurden statt der simplen Formel endlose Foren-Diskussionen, in denen eine Masse von Formeln mit Beweisführung, Nebenformeln, Pi-Berechnungen und diversen variablen Platzhaltern gepostet wurde. Eines der Foren gab mir schließlich auf Seite drei kurz und knapp die Formel – und nur diese Formel – aus.
Das Schema „klare Frage – klare Antwort“ ist nach wie vor nicht die Stärke von Computern. Obwohl man doch eigentlich genau das Gegenteil erwarten würde. Der Daten-Overflow wird immer schlimmer, während Filter weiter stagnieren. Man könnte fast meinen, das Internet würde an Nützlichkeit verlieren.
Wenn nicht bitte endlich jemand die künstliche Intelligenz vorantreibt.
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